Plantiance-Tipp:
Ein bisschen Aufmerksamkeit belohnt der Weihnachtsstern mit brillantem Farbenspiel bis im Frühling. Und die beginnt bereits beim Kauf: Die gelbgrünen Blüten zwischen den farbigen Hochblättern (Bild) sollten knospig sein. Sind sie bereits geöffnet oder abgefallen, so hält auch die Farbenpracht nicht mehr lange.
Die kälteempfindliche Pflanze für den Heimweg gut einpacken lassen. Ihr Lieblingsplatz ist hell bei Temperaturen um 20 ?C. Auf Zugluft reagiert sie empfindlich!
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Eigentlich schade, dass sich das Angebot an Weihnachtssternen auf die Adventszeit konzentriert. Die überaus attraktiven Pflanzen hätten eine längere Saison verdient. Dies schaffen sie in Frankreich, wo sie das ganze Jahr gekauft werden. Dort heissen sie allerdings nicht Weihnachtssterne, sondern «Poinsettia». Dies zu Ehren von Joël Poinsette, der die Pflanze im Jahre 1828 als amerikanischer Gesandter in Mexiko erstmals beschrieb.
In seiner mexikanischen Heimat wächst der Weihnachtsstern zu einem stattlichen Strauch von einigen Metern Höhe. Die Azteken schätzten die von ihnen «Cuetlaxochitle» genannte Pflanze wegen ihres brillanten Rots zur Farbgewinnung. Der milchige Saft diente ihnen als Pfeilgift, Medizin und Droge. Während seiner züchterischen Laufbahn hat der Weihnachtsstern das Gift im Milchsaft allerdings weitgehend verloren.
Typisches Merkmal der Pflanze sind die intensiv gefärbten Hochblätter (Brakteen). Sie täuschen eine Blütenkrone vor und locken in der freien Natur Kolibris und Schmetterlinge an, die sich am Nektar der kleinen, gelben Blüten laben.
Im Advent zählen Weihnachtssterne in klassischem Rot nach wie vor zu den Bestsellern. Doch der Nachwuchs schickt sich an, mit neuen Farben die Hitlisten zu stürmen. Sanftes Rosa, zartes Creme, kräftiges Pink und sogar Orange sind vertreten.
Die Züchter haben aber nicht nur mit den Farben gespielt, sondern auch mit den Formen: Es gibt Weihnachtssterne mit spitzen, rundlichen, gekräuselten oder sogar eichblattartig gezackten Hochblättern.
Weihnachtssterne lassen sich festlich inszenieren. Etwa in einer Schale oder auf einem Tablett, gemeinsam mit trockenen Orangenscheiben, duftenden Zimtstangen und Kerzen. Als Tischdekoration eignen sich kleine Töpfchen, die man auf ausrangierte CD’s als Untersetzer stellen kann.
Auf einer quadratischen Spiegelplatte platziert, erhält der Weihnachtsstern einen fast magischen Effekt. Auch Übertöpfe in Gold oder Silber, es kann zum Beispiel ein Weinkühler sein, verleihen dem Gewächs ein festliches Gewand.
Vor dem Giessen die Erde mit dem Daumen prüfen: Sie sollte immer leicht feucht, aber nicht nass sein. Verwenden Sie zimmerwarmes Wasser. Auf Dünger kann man während der Blütezeit verzichten. Damit der Weihnachtsstern nicht im Wasser steht, eine Schicht Blähtonkugeln in den Übertopf füllen. Oder mit Verschlüssen von Getränkeflaschen für Abstand zwischen Gefässboden und Topf sorgen.


