Schweizer Pflanzen

Schweizer Blumen und Pflanzen machen länger Freude – und tragen immer öfter das Label Schweizer Pflanzen. Dieses steht für erstklassige Schweizer Qualität und damit deutlich längere Haltbarkeit.

Ein Heer von Spezialisten

Die Schweizerischen Zierpflanzen-Produzenten kultivieren Schnittblumen, Topfpflanzen, Stauden und Gehölze in grosser Vielfalt und herausragender Qualität. Viele haben sich ausserdem auf gewisse Pflanzen und Sortengruppen spezialisiert. Die meisten Kultivateure sind passionierte Pflanzenliebhaber – durch und durch. Ihre Freude am Beruf und die persönlichen Vorlieben haben sie zu nahmhaften Spezialisten für einzelne Sachgebiete gemacht. Seit dem Start im 2001 haben sich rund 200 Produktionsbetriebe und damit die Mehrheit der Produzenten zu Plantiance bekannt.

Verdrängungswettbewerb

In den letzten Jahren wehte ein immer rauherer Wind für die Schweizerischen Produzenten. Viele bekamen die wirtschaftliche Rezession der 90er Jahre in aller Härte zu spüren. Denn Qualität, Originalität und Nachhaltigkeit in der Produktion rückten in der Bedürfnisskala des Handels spürbar nach hinten – der (Tief)preis dafür nach vorne. Klar, dass viele Einkäufer ihr Glück mehr und mehr im Ausland versuchten. So sind ausgerechnet Schnittblumen aus Südamerika heute keine Seltenheit mehr und gerade mal knapp 15% des jährlichen Gesamtbedarfes wird aus der Inlandproduktion gedeckt. Die Frage sei erlaubt: wie weit darf das noch gehen?

Besinnung auf die Stärken

Im Zuge des anhaltenden Megatrends der Globalisierung erhält man fast den Eindruck, dass eine gute innere Qualität, umweltgerechte Produktion und kurze Transportwege nicht mehr gefragt sind. Ganz zu schweigen von der Erhaltung und Förderung einheimischer Arbeitsplätze. Demgegenüber zeigen Umfragen, dass die Schweizer Produktion nach wie vor einen guten Ruf hat und Vertrauen vermittelt. Ja sogar, dass viele Kunden bereit wären, für Schweizer Blumen und Pflanzen etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Doch man kann den Konsumenten wohl nicht übel nehmen, dass sie – ohne es freilich zu wissen – Pflanzen aus fernen Ländern einkaufen, wenn sie nicht erkennen können, was in der Schweiz kultiviert wurde. Dafür gibt es nun seit 2012 das Herkunfts- und Qualitätslabel Schweizer Pflanzen.