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Betörende Blütenpracht aus tausendundeiner Nacht! Mit dem Projekt «Persica» sorgt der Gärtnermeisterverband des Kantons Zürich einmal mehr für Furore an der Giardina: Die grösste Ausstellung für Garten- und Lifestyle findet vom 2. bis 6. April im Messezentrum Zürich-Oerlikon statt.
Tulpen gelten als durch und durch holländisch. Doch ihre Heimat ist der Orient. Sie zierten die Wappen der Osmanen und wurden von den alten Persern alljährlich zum Frühlingsvollmond mit einem berauschenden Blütenfest gefeiert. Der persische Poet Omar Chajjam widmete den Tulpen im Jahre 1123 lyrische Verse.
Die Wiege der Gartenkultur steht denn auch im antiken persischen Reich. Durch regen Handel zu Wohlstand gekommen, bauten Perser prunkvolle Paläste mit kunstvoll angelegten Innenhöfen. Markante Gestaltungselemente waren Schatten spendende Mandel- und Pfirsichbäume, plätschernde Brunnen und überschwänglich bepflanzte Blumenbeete. Die blühenden Oasen zum Lustwandeln hiessen «Pardeisa», also «Paradies», der Garten Eden.
Ein Perserteppich aus Blüten
Als blühendes Pflanzenparadies präsentiert sich denn auch das Projekt «Persica» an der Giardina. Wie zu einem kostbaren Perserteppich verwoben, reihen sich farblich abgestufte Blumenbeete ornamentartig zu einem harmonischen Ganzen. In leuchtendem Gelb, Orange und Rot trumpfen Tulpen, Ranunkeln, Nelkenwurz und Schöterich auf, sowie der noch kaum verbreitete Milchstern Onithogallum dubium mit hübschen orangen Blütensternchen.
Mit kontrastreichen violetten Blüten geben sich Stängelprimeln, Krokusse und Stiefmütterchen ein Stelldichein, in Lila Schnittlauchblüten, Rhododendren oder auch Nelken. Auflockernde Farbtupfer malen Blauzungenlauch, fuchsrote und grüne Seggen, dunkle Purpurglöckchen und blau-grüner Schwingel.
Durch den Blumenteppich schlängelt sich ein symbolischer Wasserlauf aus flachen Flusskieseln. Ein verträumt plätschernder Brunnen scheint ihn zu speisen. Imposante Eisenholzbäume (Parrotia persica) beschirmen die Idylle mit ihrem zarten Blätter- und Blütendach.
Ode an die Gartenkultur
Poetischen Rahmen der 600 Quadratmeter grossen Sonderschau bilden lindengrüne Textilschleier. Sie sind mit lyrischen Gedichten bedruckt, die die Vielfalt und Bedeutung der Gartenkultur dokumentieren. Idee und Planung des Projektes «Persica» stammen aus der Feder der Landschaftsarchitektin Ursula Yelin von Gartenwerke GmbH in Ennetbaden: «Ich wollte einen Ort schaffen, wo sich die Messe-Besucher erholen können und gleichzeitig etwas über die Geschichte der Gartenkultur erfahren!»
Ursula Yelins überzeugendes Konzept wird an der Giardina von einem erfolgreichen Team umgesetzt: Armin Schädeli, Präsident Gärtnermeisterverband Zürich, arbeitet bereits zum vierten Mal zusammen mit dem Pflanzenproduzenten Peter Hüssy und Landschaftsarchitekt Christoph Bosshard, beide aus Pfäffikon ZH.
Blumenmeer zum Messetermin
Für den Aufbau der aufwändigen Präsentation in der Messehalle stehen lediglich ein paar wenige Tage zur Verfügung. «Deshalb muss jedes kleinste Detail akribisch geplant und entsprechend gründlich vorbereitet werden», erklärt Teamleiter Armin Schädeli.
Fachwissen und Erfahrung der Gartenprofis sind Voraussetzung: Die bereits im Herbst gepflanzten Blumenzwiebeln müssen exakt zum Messetermin aufblühen! Denn nach langem Wintergrau sehnen sich die Giardina-Besucher in erster Linie nach fulminanter Blütenpracht.
Für die Umsetzung im eigenen Garten und auf dem Balkon sind am Stand ausführliche Informationen zu den verwendeten Pflanzen erhältlich. Wer sein Wissen testen will, kann an einem kleinen Preisrätsel teilnehmen und erhält für die richtigen Antworten ein Pflanzen-Memory im Wert von 15 Franken.



